Dürre als strukturelles Risiko
Im Jahr 2024 setzte sich ein Trend fort, der bereits zuvor erkennbar war. Wetterextreme wurden weniger als Ausnahme wahrgenommen, sondern als wiederkehrende Herausforderung. Trockenperioden, Starkregenereignisse und stark schwankende Wasserstände traten nicht flächendeckend, aber regelmäßig auf.
Besonders auffällig war, dass selbst Jahre ohne ausgeprägte Hitzerekorde zu angespannten Wasserlagen führen konnten. Ursache dafür waren vor allem ungleichmäßig verteilte Niederschläge, geringe Versickerung und weiterhin belastete Grundwassersysteme. In vielen Regionen reichte normaler Regen nicht mehr aus, um Defizite aus früheren Jahren auszugleichen.
2024 machte deutlich, dass Dürre kein singuläres Sommerproblem ist. Sie ist das Ergebnis mehrerer aufeinanderfolgender Jahre, in denen Wasser entweder zu schnell abfließt oder gar nicht erst gespeichert wird. Der Fokus verlagerte sich stärker auf technische und organisatorische Lösungen, etwa Regenwasserrückhaltung, Zwischenspeicherung und effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen.